Über die Postleitzahl 06571
Im äußersten Osten des Kyffhäuserkreises, direkt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt, liegt die 2019 aus einer Fusion entstandene Stadt Roßleben-Wiehe, die den größten Teil dieser Postleitzahl einnimmt. Hinzu kommt die Gemeinde Gehofen; die Fläche verteilt sich weiter auf Ortsteile wie Bottendorf, Schönewerda, Langenroda, Nausitz, Kleinroda und Garnbach.
Roßleben geht auf eine Ersterwähnung aus dem 9. Jahrhundert zurück, als es im Hersfelder Zehntverzeichnis als „Rostenleba“ genannt wurde. Mitte des 12. Jahrhunderts gründeten Graf Ludwig von Wippra und seine Frau hier ein Augustinerchorherrenstift mit der Andreaskirche, das gut hundert Jahre später zu einem Zisterzienserinnenkloster wurde; 1554 richtete Heinrich von Witzleben im Kloster eine Knabenschule ein. Wiehe wiederum diente schon zur Zeit Heinrichs I. als Reichsburg, ehe der Ort am Ende des 10. Jahrhunderts an das Kloster Memleben fiel; die spätere Grafschaft Wiehe umfasste einst rund zwanzig Dörfer und drei Burgen. Die Stadtkirche St. Bartholomäus steht vermutlich auf den Grundmauern einer schon 933 erwähnten Kirche.
Bottendorf ist für seine über 16 Jahre sanierte Mauritiuskirche bekannt, die 2022 mit dem Thüringer Denkmalschutzpreis ausgezeichnet wurde, sowie für die nach ihm benannte Bottendorfer Berggrasnelke. Die Gemeinde Gehofen wird von der neugotischen Kirche St. Johann Baptist geprägt, vermutlich nach einem Entwurf von Friedrich August Stüler errichtet.
Auf 85,8 km² zählt die Postleitzahl 7.681 Einwohnerinnen und Einwohner – das ergibt 89 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Allstedt und Artern.