Über die Postleitzahl 06577
Am Höhenzug Schmücke, an der Unstrut gelegen, erstreckt sich die 2019 neu gegründete Landgemeinde An der Schmücke, die den größten Teil dieser Postleitzahl bildet. Dazu kommen die Gemeinden Oberheldrungen und Etzleben sowie die zahlreichen Ortsteile der Landgemeinde: Oldisleben, Heldrungen, Hauteroda, Gorsleben, Sachsenburg, Bretleben und Hemleben.
Heldrungen wurde erstmals 777 urkundlich erwähnt und wird bis heute von der Festung Heldrungen mit Wassergraben und vier Bastionen beherrscht. Hier wurde 1525 nach der Schlacht bei Bad Frankenhausen der gefangene Thomas Müntzer inhaftiert und verfasste im sogenannten Müntzer-Turm seine letzten Schriften; das Stadtrecht erhielt der Ort 1530 durch Kaiser Karl V. Oldisleben liegt an der Unstrut und geht auf ein 1089 gegründetes Benediktinerkloster zurück; parallel dazu wurden zur Überwachung der Verkehrswege die Untere und Obere Sachsenburg errichtet.
Oberheldrungen, bereits 874 erstmals genannt, ist industriegeschichtlich durch den früheren Kalibergbau geprägt – das Kalibergwerk „Anna“ förderte ab 1905 Carnallitit im Kammerbau-Verfahren. Auch Hauteroda und Gorsleben reichen mit ihren Ersterwähnungen bis ins Mittelalter zurück; in Gorsleben stand einst ein Zisterzienser-Nonnenkloster, dessen Kirche als heutige Dorfkirche St. Bonifatius erhalten ist.
Die Postleitzahl umfasst 113,6 km² mit 6.885 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 61 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Artern und Bad Frankenhausen.