Über die Postleitzahl 08328
Direkt an der Grenze zum Vogtland, auf einer hügeligen Hochfläche aus Eibenstocker Turmalingranit, liegt die Gemeinde Stützengrün, in der Mundart „Stitzngrie“ genannt, die den Großteil dieser Postleitzahl bildet. Erstmals urkundlich fassbar wird der Ort 1546 durch einen Freibrief, der den Bewohnern freie Hutung und niedere Gerichtsbarkeit zugestand, ihnen im Gegenzug aber Dienste auf den Feldern des Grundherrn auferlegte. Vorausgegangen waren bereits einige Gehöfte samt Brauhaus am Fuß des Kuhbergs, aus denen der bis heute so genannte Ortsteil Neulehn und daraus wiederum Oberstützengrün entstand.
Eine Eisengrube bestimmte über zwei Jahrhunderte lang das Bild des Ortes, ehe nach dem Niedergang des Bergbaus die Bürstenfabrikation aufkam, die bis heute Teil der örtlichen Wirtschaft ist. Im Zentrum steht eine barocke Dreifaltigkeitskirche mit historischer Orgel. Zu den Ortsteilen zählt Hundshübel, dessen erste Bewohner überwiegend aus Eibenstock kamen und die dort anfangs auch kirchlich versorgt wurden, sowie Lichtenau, das lange zum Amt Wiesenburg gehörte und bis heute in die Dorfkirche des Nachbarorts Bärenwalde eingepfarrt ist. Von einem Aussichtsturm auf dem Kuhberg reicht der Blick weit über die Region.
Auf 28,1 km² leben 3.090 Menschen, was 110 je Quadratkilometer entspricht. Durch Stützengrün fließt der Weißbach, der in die Talsperre Eibenstock mündet, und die Bundesstraße 169 führt durch den Ort.