Über die Postleitzahl 08648
Bad Brambach, die südlichste Gemeinde Sachsens, deckt fast allein die Postleitzahl 08648 ab; auf drei Seiten, nur die nördliche ausgenommen, verläuft dort die Grenze zu Tschechien. Bis 1922 hieß der Ort schlicht Brambach, von 1933 bis 1963 trug er den Namen Radiumbad Brambach – nach der 1911 entdeckten Wettinquelle, deren Radongehalt als weltweit einzigartig hoch gilt und die bis heute den Kurbetrieb prägt. Zusammen mit Bad Elster bildet der Ort die Sächsischen Staatsbäder und gehört wie dieser zum vogtländischen Musikwinkel.
Erste Erwähnungen der Grundherrenfamilie de Brantbuch reichen bis 1154 zurück, der Ort selbst wurde 1307 erstmals als Brambuch genannt. Ein Großbrand zerstörte 1842 die Kirche und 28 Bauernhäuser; beim Wiederaufbau entstanden, dem beginnenden Strukturwandel folgend, vor allem Werkstatthäuser für die aufkommende Musikinstrumentenmacherei. Der Ortsteil Schönberg am Kapellenberg gilt mit seinem seit 1261 belegten Schloss derer von Reitzenstein, 460 Jahre im Familienbesitz, als südlichste Ortschaft Sachsens überhaupt. Durch den Ortsteil Rohrbach führt die historische Alte Egerer Poststraße und erreicht dort mit 650 Metern über NN ihren höchsten Punkt.
1.610 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 43,8 km², das entspricht 37 je Quadratkilometer. Der Bahnhof liegt an der Strecke Plauen–Cheb; nordwestlich grenzt die Postleitzahl an Bad Elster unter der 08645.