Über die Postleitzahl 08258
Zwischen Erzgebirge und Fichtelgebirge, im Elstergebirge des südlichen Vogtlandkreises, liegt die Stadt Markneukirchen, einer der Hauptorte des vogtländischen Musikwinkels und Namensgeberin der Postleitzahl 08258. Das im 13. Jahrhundert gegründete Siedlerdorf trug zunächst den Namen Nothaft, ehe sich um 1274 der Name Neukirchen durchsetzte; bereits 1357/1360 erhielt der Ort Marktrechte wie die benachbarten Städte Adorf und Oelsnitz.
Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges siedelten sich böhmische Exulanten in Markneukirchen an, unter ihnen zwölf Geigenmacher aus Graslitz, die sich 1677 zur ersten Geigenmacherinnung Deutschlands zusammenschlossen. Aus dieser Tradition ging ein Zentrum des Orchesterinstrumentenbaus hervor, dessen internationale Bedeutung sich auch daran zeigt, dass die USA von 1893 bis 1916 eine Konsularagentur im Ort unterhielten. Zu den vielen Ortsteilen zählen Erlbach, seit 1150 als Waldhufendorf besiedelt und ebenfalls für seinen Musikinstrumentenbau bekannt, sowie Wohlhausen, urkundlich seit 1378 als „Walhusin“ belegt, und Landwüst, durch das einst die Alte Egerer Poststraße von Leipzig nach Eger führte. Das 1883 gegründete Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen erinnert bis heute an die Blütezeit des Orchesterinstrumentenbaus.
Das Gebiet umfasst 68,8 km², auf denen 7.170 Menschen leben – eine Dichte von 104 je Quadratkilometer. Nach der Stilllegung der Bahnhöfe in Markneukirchen und Siebenbrunn ist der nächste Bahnhof im knapp sechs Kilometer entfernten Adorf/Vogtl. zu erreichen.