Über die Postleitzahl 09243
Nordwestlich von Chemnitz, entlang des Frohnbachs, liegt das Dorf Niederfrohna mit seinen Ortsteilen Fichtigsthal, Mittelfrohna und Jahnshorn. Urkundlich fassbar wird der Ort am 19. Oktober 1236, als Heinrich und Jost von „Frohne“ als dortige Herren genannt werden; seinen Namen verdankt er vermutlich dem durchfließenden Bach. Die im spätgotischen Stil errichtete Christuskirche im Ortszentrum stammt aus dem Jahr 1519, das noch erhaltene Gutshaus des Ritterguts wurde 1774 erbaut.
Die Verwaltung war historisch geteilt: Um 1551 gehörte Niederfrohna anteilig zur schönburgischen Herrschaft Penig und zum kursächsischen Amt Chemnitz, ab 1696 dann vollständig zum Amt Chemnitz. Bemerkenswert ist eine Auswanderergeschichte: 1839 gründeten sächsische Auswanderer aus Niederfrohna die Stadt Frohna im US-Bundesstaat Missouri. Mittelfrohna, seit 1936 eingemeindet, wird bereits 1356 als „Fronen“ erwähnt; sein 1409 erstmals genanntes Rittergut wechselte 1584 in den Besitz der Herren von Schönberg, die es später zugunsten des Schlosses Pfaffroda bei Olbernhau wieder verkauften.
Die Postleitzahl 09243 misst 10,1 km² und zählt 2.119 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 210 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Limbach-Oberfrohna, Hartmannsdorf, Mühlau und Penig.