Über die Postleitzahl 09322
Die kleine Stadt Penig liegt zwischen Rochlitz und Glauchau, etwa 15 Kilometer von Chemnitz entfernt, und wird an drei Seiten von der Zwickauer Mulde eingefasst. Ihr Name geht vermutlich auf das altsorbische Wort „pěnik“ zurück, abgeleitet von „pěna“ für Schaum oder Gischt – Penig würde demnach „Siedlung am schäumenden Wasser“ bedeuten, was angesichts des starken Gefälles der Mulde an dieser Stelle naheliegt. Erstmals schriftlich erwähnt wird der Ort 1264 als „Fridericus de Penic“, als Stadt erscheint Penig 1313. Begünstigt wurde die frühe Entwicklung durch die alte Handelsroute von Halle nach Prag, die hier über die Mulde führte.
Schon 1353 bildeten die Schuhmacher die erste Innung der Stadt, später brachte es das kunstvolle Peniger Steinzeug der Töpfer zu weitem Ruf und wurde exportiert. Um 1511 entstanden die Kellerberge zur Bierlagerung, ein heute touristisch erschlossenes unterirdisches Gangsystem. Eine Sage erzählt, wie 1483 der Erbprinz Friedrich in den großen Töpferstopf der Stadt gestiegen sein und ihn dabei teilweise zerstört haben soll, weil ein Begleiter die Leiter entfernte. Das dreigeschossige Rathaus im Stil der sächsischen Frührenaissance entstand um 1545, an der Stadtkirche „Unser Lieben Frauen auf dem Berge“ entstanden zwischen 1476 und 1515 nacheinander Turm und Kirchenschiff im spätgotischen Stil.
Die Postleitzahl 09322 misst 63,2 km² und zählt 8.289 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 131 je Quadratkilometer. Penig grenzt unter anderem an Limbach-Oberfrohna, Burgstädt, Mühlau, Niederfrohna, Rochlitz und Lunzenau.