Über die Postleitzahl 09569
Zwischen Chemnitz und Freiberg gelegen, am Nordrand des Erzgebirges, findet sich die Kleinstadt Oederan, die fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl im Landkreis Mittelsachsen einnimmt. Zu ihr zählen zahlreiche Ortsteile wie Frankenstein, Gahlenz, Schönerstadt, Börnichen, Hartha und Wingendorf, die erst in den vergangenen Jahrzehnten eingemeindet wurden – Frankenstein etwa erst 2012.
Oederan selbst wurde 1286 urkundlich erwähnt und bereits 1292 erstmals als Stadt genannt; seit 1583 durfte es sich „Freie Bergstadt“ nennen. Tuchmacherei und Leinenweberei prägten seit dem Mittelalter das Gewerbe. Sehenswert ist der Miniaturenpark „Klein-Erzgebirge“, der älteste seiner Art hierzulande, mit rund 205 nachgebauten Bauwerken im Maßstab 1:25, ebenso die gotische Stadtkirche mit einer Orgel Gottfried Silbermanns von 1727 und das im Barock veränderte Renaissance-Rathaus. Weniger bekannt, aber belegt: Zum Kriegsende 1944 wurden mehr als 500 jüdische Frauen aus Auschwitz-Birkenau nach Oederan deportiert und mussten dort für die Auto Union Zwangsarbeit leisten.
Insgesamt zählt die Postleitzahl 7.680 Einwohnerinnen und Einwohner auf 77,1 km², das entspricht 100 je Quadratkilometer. Der Bahnhof Oederan liegt an der Sachsen-Franken-Magistrale, Chemnitz ist von dort in rund 20 Minuten zu erreichen.
Nördlich schließt sich die Postleitzahl 09661 mit Hainichen an, südlich die Postleitzahl 09618 mit Brand-Erbisdorf.