Über die Postleitzahl 12305
Lichtenrade, der südlichste Ortsteil des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, füllt die Postleitzahl 12305 fast vollständig aus. Anders als seine Nachbardörfer Marienfelde, Mariendorf und Tempelhof geht Lichtenrade nicht auf eine Gründung des Templerordens zurück, sondern entstand vermutlich um 1230 als eigenständiges Straßendorf; urkundlich erwähnt wurde es erstmals 1375 unter dem Namen Lichtenrode, abgeleitet von einer durch Rodung entstandenen Lichtung.
Wesentlich älter ist ein archäologischer Fund aus dem Ort: 1953 stießen Bauarbeiter in der Pasinger Straße auf einen bronzezeitlichen Hortfund, der auf das 18. Jahrhundert vor Christus datiert wird und damit rund 3000 Jahre alt ist. Die Feldsteinkirche auf dem Dorfanger entstand hingegen erst zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Im 19. Jahrhundert wuchs Lichtenrade rasch: 1858 zählte der Ort 18 Hofeigentümer, um 1900 bereits 75 Häuser.
Auf 4,0 km² leben heute 21.181 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 5.288 je Quadratkilometer. Zur PLZ zählt auch die John-Locke-Siedlung; nach Süden grenzt bereits die brandenburgische Gemeinde Schönefeld an.