Über die Postleitzahl 12277
Marienfelde gibt der Postleitzahl 12277 sein Gepräge; ein kleinerer Anteil im Osten gehört zu Mariendorf, beide Ortsteile liegen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Marienfelde entstand um 1220 zusammen mit dem benachbarten Mariendorf als Bauernsiedlung im Schutz des Komturhofs Tempelhof und wurde 1344 unter dem Namen Merghenvelde erstmals schriftlich erwähnt. Das Dorf gehörte zunächst dem Templerorden, nach dessen Auflösung ab 1318 dem Johanniterorden, ehe es 1435 an den gemeinsamen Rat von Berlin und Cölln überging.
Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts blieb Marienfelde ein kleiner Ort mit überschaubarer Bevölkerung. Erst 1844 begann mit dem Kauf durch Adolf Kiepert eine neue Phase: Er wandelte das Gut in einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb um. Eine bleibende Spur der Geschichte findet sich noch heute an der Dorfkirche, deren Bau ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Im späten 18. Jahrhundert ließ zudem der preußische König den Königsgraben zwischen Marienfelde und Lichtenrade anlegen, um die sumpfigen Böden nach dem Siebenjährigen Krieg zu entwässern.
Auf 6,6 km² leben 13.748 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 2.070 je Quadratkilometer. Im Süden schließt sich die zweite Marienfelder Postleitzahl 12279 an, im Norden reicht das Gebiet bis an Lankwitz und Mariendorf.