Über die Postleitzahl 12527
Schmöckwitz und Grünau teilen sich diese großflächige Postleitzahl am Südostrand Berlins, wobei der Ortskern von Schmöckwitz historisch auf einer Insel lag.
Slawische Fischer gründeten dort ein unverhuftes Runddorf; 1375 wird der Ort im Landbuch Karls IV. als Smewitz erstmals genannt, vermutlich abgeleitet von einem Gewässernamen für den sich schlängelnden Wasserlauf um die Insel. Die Bewohner lebten vom Fischfang und von der Bienenzucht und lieferten beides an die Burg Köpenick. Erst 1751 wurde die Insellage aufgehoben, nachdem ein Brand während des Dreißigjährigen Krieges 1648 große Teile des Dorfes zerstört hatte; die heutige Kirche entstand 1798/99 auf den Fundamenten eines hölzernen Vorgängerbaus.
Grünau geht auf eine Kolonistengründung Friedrichs II. aus den Jahren 1747 bis 1753 zurück und hieß zunächst „Auff der Grünen Aue“. Die angesiedelten Pfälzer Familien scheiterten mit dem Versuch, Wein anzubauen, und lebten stattdessen von Baumwollspinnerei und einer kleinen Seidenraupenzucht; um 1800 war der Ort noch ein winziger Weiler. Später kamen Bootsbau und Wäschereigewerbe hinzu.
Die 26,1 km² große Postleitzahl zählt 11.692 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 449 je Quadratkilometer. Am Langen See liegt zudem der Ortsteil Karolinenhof, benannt nach der Frau eines Bauern, der das Gut 1785 gründete; weiter südlich schließt die Gemeinde Schönefeld an.