Über die Postleitzahl 12559
Müggelheim, der am dünnsten besiedelte Ortsteil im Süden Köpenicks, bildet den größeren Teil dieser weitläufigen Postleitzahl; der Rest gehört zur angrenzenden Köpenicker Altstadt.
Zwanzig Familien aus dem pfälzischen Odernheim gründeten den Ort 1747 auf Geheiß Friedrichs II.; anders als oft angenommen waren sie keine Glaubensflüchtlinge, denn der damalige Herzog von Pfalz-Zweibrücken war selbst Protestant. Die Ansiedler mussten sich auf kargem Sandboden erst mühsam eine Existenz erarbeiten, Gottesdienste fanden zunächst in der Betstube eines Schulhauses statt, bevor 1804 eine eigene Kirche entstand. Bei der Eingemeindung nach Groß-Berlin 1920 galt der Ort als kleinste Landgemeinde der Stadt überhaupt.
Während des Zweiten Weltkriegs entstanden hier Behelfsheime für ausgebombte Großstädter, errichtet von Häftlingen eines Außenlagers des KZ Sachsenhausen. Ab 1971 kam mit dem nach dem chilenischen Präsidenten benannten Salvador-Allende-Viertel eine große Plattenbausiedlung mit rund 6800 Wohnungen hinzu. Am Rand der Gosener Wiesen erhebt sich zudem der bewaldete Sandhügel Kaniswall, den bereits Theodor Fontane literarisch verewigte.
Die Postleitzahl misst 37,5 km² und zählt 18.321 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 489 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Schmöckwitz, die Köpenicker Altstadt, Wiesengrund und die brandenburgische Gemeinde Gosen-Neu Zittau.