Über die Postleitzahl 15537
Südöstlich von Berlin, im Landkreis Oder-Spree, erstreckt sich diese großflächige Postleitzahl über die Stadt Erkner und die Gemeinden Grünheide (Mark) und Gosen-Neu Zittau. Als Gründungsjahr von Grünheide gilt 1662, als der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm dort eine Sägemühle genehmigte, obwohl der Weiler Klein Wall schon zwei Jahrzehnte zuvor in Kirchenbüchern der Nachbarschaft auftauchte. An den Ufern von Peetzsee und Werlsee bauten sich später wohlhabende Berliner Bürger Sommerhäuser, unter ihnen Gerhart Hauptmann, Bertolt Brecht und Ernst Rowohlt.
Hauptmann lebte von 1885 bis 1889 in der Villa Lassen im benachbarten Erkner, wo heute das Gerhart-Hauptmann-Museum an ihn erinnert. Die Stadt Erkner selbst war bis zu einer Gebietsreform 1884 entlang des Flakenfließes zwischen den Domänenämtern Cöpenick und Rüdersdorf geteilt. Weltweit bekannt wurde die Region jüngst durch die Tesla-Gigafactory im Grünheider Ortsteil Spreeau, die 2022 eröffnete – gegen ihre Errichtung gab es allerdings auch Proteste von Umweltschutzorganisationen und einer Bürgerinitiative. Im Ortsteil Kienbaum betreibt der Deutsche Olympische Sportbund zudem eines von vier deutschen Bundesleistungszentren für Spitzensportler.
Auf 158,1 km² leben 23.591 Menschen, das ergibt eine Dichte von 149 Einwohnern je Quadratkilometer. Alljährlich zu Ostern findet in Gosen-Neu Zittau das Spreetreiben statt, bei dem Schwimmer von Neu Zittau die Spree entlang bis nach Erkner ziehen. Die Nachbar-Postleitzahlen reichen von den Berliner Ortsteilen Rahnsdorf und Schmöckwitz im Westen bis nach Fürstenwalde und Rüdersdorf im Osten.