Über die Postleitzahl 12587
Friedrichshagen liegt am Nordufer des Müggelsees und trägt den größten Teil dieser Postleitzahl, ein kleiner Abschnitt reicht in die Köpenicker Altstadt hinein.
Als Kolonistendorf am 29. Mai 1753 gegründet, siedelten sich hier vor allem Spinner aus Böhmen und Schlesien an, die überwiegend Baumwolle in einfachen Lehmfachwerkhäusern verarbeiteten; im Winter verdienten sie sich mit Besenbinderei etwas dazu, und mehrere hundert gepflanzte Maulbeerbäume sollten einen Zusatzverdienst durch den Verkauf der Früchte bringen. Erst um 1800 erhielt der Ort ein eigenes, schlichtes Gotteshaus, dem 1848 ein kleiner Glockenturm hinzugefügt wurde.
Mit der Bahnstation von 1842 an der Strecke nach Frankfurt (Oder) begann der Aufstieg zum Villenvorort und beliebten Ausflugsziel; 1878 wurde der Ort eine eigenständige Landgemeinde, um 1880 durfte er sich „Klimatischer Luftkurort“ nennen, mit Badestellen am See, einem Kurpark sowie Cafés und Hotels für die Sommergäste. 1887 verlegte der Bronzegießer Hermann Gladenbeck seinen Betrieb hierher, wo bis 1926 zahlreiche Bronzefiguren für Denkmäler in ganz Deutschland entstanden.
Auf 15,2 km² kommen 18.546 Einwohnerinnen und Einwohner, 1.218 je Quadratkilometer. Am See schließen sich die Köpenicker Altstadt sowie Müggelheim und Rahnsdorf an.