Über die Postleitzahl 12623
Mahlsdorf trägt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl, nur ein kleiner Zipfel gehört noch zu Kaulsdorf.
Wie viele Dörfer auf dem Barnim entstand Mahlsdorf um 1200 als Straßendorf, dessen Kirche auf der westlichen Straßenseite steht; südlich der Kirche zog sich einst die Route der Kaufleute in Richtung Frankfurt an der Oder und weiter nach Polen. Der Markgraf Ludwig der Ältere hielt das Dorf zunächst als Lehen, 1345 ging es an Otto von Kethelitz über. Später hatten die Adelsfamilien von Grieben und von Falkenberg gemeinsam Anteil an Dorf und Kirche, von 1613 bis 1619 gehörte der Ort denen von Pfuel.
1753 kamen auf Anordnung Friedrichs II. Siedler aus dem württembergischen Plattenhardt hinzu und gründeten den Ortsteil Kiekemal. Bis ins frühe 19. Jahrhundert blieb Mahlsdorf ein kleines Dorf, ehe vor allem die Gründerzeit und eine 1885 eröffnete Bahnstation an der Preußischen Ostbahn für rasantes Wachstum sorgten: Binnen weniger Jahre um die Jahrhundertwende vervielfachte sich die Bevölkerung auf mehrere Tausend.
Auf 13,4 km² zählt die Postleitzahl heute 30.385 Menschen, 2.270 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Köpenick, Wiesengrund, Kaulsdorf und Hellersdorf.