Über die Postleitzahl 17094
Burg Stargard, eine Kleinstadt südöstlich von Neubrandenburg und Sitz des Amtes Stargarder Land, stellt gut die Hälfte dieser Postleitzahl; hinzu kommen die Gemeinden Cölpin, Groß Nemerow, Holldorf und Pragsdorf. Namensgebend ist die mittelalterliche Burg Stargard auf dem Burgberg, die als nördlichste Höhenburg Deutschlands gilt und heute elf Gebäude umfasst, darunter das Torhaus und das im 19. Jahrhundert umgebaute Herrenhaus. 1631 diente die Burg dem kaiserlichen General Tilly als Hauptquartier, danach verlor sie an Bedeutung; ein Großbrand zerstörte 1758 weite Teile der Stadt.
Cölpin verdankt seinen Namen dem slawischen Wort für Schwan. Die Familie Schmidt hielt hier von 1306 bis 1548 das erbliche Schulzenamt und behielt bis 1945 drei von vier abgabefreien Höfen, obwohl die seit 1480 ansässige Familie von Dewitz dieses Privileg mehrfach zu beseitigen versuchte. In Groß Nemerow kaufte 1298 der Johanniterorden Land bei Klein Nemerow am Tollensesee und gründete dort eine Komturei; das heutige Seehotel Heidehof im Ortsteil geht auf ein 1933 zur Fremdenpension umgebautes Gutshaus zurück und ist per Ausflugsschiff mit Neubrandenburg verbunden. In Pragsdorf, dessen Name vom mittelhochdeutschen Wort für Propst stammt, stand bis 1990 ein Funktechnisches Bataillon der Luftverteidigung. Das Dorfensemble Ballwitz in der Gemeinde Holldorf gilt als eines der schönsten Dörfer Mecklenburgs.
8.419 Menschen leben auf 148,7 km², das entspricht 57 je Quadratkilometer. Nachbarschaftlich grenzt das Gebiet an Neubrandenburg sowie an die Region um Woldegk.