Über die Postleitzahl 17109
Demmin, eine Hansestadt am Zusammenfluss von Peene, Tollense und Trebel im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, betont trotz der Kreisreform von 2011 bis heute seine Zugehörigkeit zu Vorpommern und bildet fast allein diese Postleitzahl. Die Region wird wegen des Gewässerkreuzes touristisch gern Dreistromland genannt; die Peene ist von der Stadt aus über den Kummerower See bis zur Ostsee schiffbar.
Archäologisch reicht die Besiedlung weit zurück: Um 5500 bis 4900 vor Christus breitete sich hier die jungsteinzeitliche Bandkeramische Kultur aus, und im heutigen Kreisgebiet sind 119 Megalithanlagen nachgewiesen, von denen 56 zumindest teilweise erhalten blieben. Der Name der Stadt selbst wird entweder vom slawischen Wort für morastige Gegend oder vom altpolabischen Begriff für Rauch abgeleitet, was auf frühe Brandrodungen oder den für Niederungen typischen Nebel hindeuten könnte; bereits 1075 berichtete Adam von Bremen von einer umkämpften Burg namens Dimine.
Die dreischiffige backsteingotische Hallenkirche St. Bartholomaei wurde 1676 bis auf die Umfassungswände zerstört und erst zwischen 1684 und 1706 wiederhergestellt. Auf dem Bartholomaei-Friedhof erinnert ein großer Findling an rund tausend Frauen und Kinder, die bei der Besetzung der Stadt 1945 ums Leben kamen. Am Stadthafen zeigt das Freilichtmuseum Hanseviertel von Mai bis September Erlebnisangebote zur Handwerksgeschichte.
9.648 Menschen leben auf 81,8 km², das entspricht 118 je Quadratkilometer. Über die Bundesstraße 110 ist Demmin mit Rostock und Anklam verbunden.