Über die Postleitzahl 17111
Rund um Demmin, aber verwaltungstechnisch getrennt von der Stadt, liegen im Amt Demmin-Land sechzehn kleine Gemeinden, aus denen sich diese Postleitzahl zusammensetzt; keine davon stellt mehr als ein Siebtel der Fläche, am größten ist noch der Anteil von Borrentin.
Borrentin wurde 1270 erstmals als Schenkung an das Kloster Verchen erwähnt und ging nach der Säkularisation als Domäne durch mehrere Besitzerhände, zuletzt bis 1944 durch die Familie van Hooven; das Herrenhaus diente später bis 2005 als Verwaltungsgebäude des gleichnamigen Amtes. Nossendorf ist urkundlich seit 1292 auf einer von Trebel und Peene gebildeten Flussinsel belegt; das dortige Gut bewirtschaftete bis 1945 Hans Syberberg, dessen Sohn später als Filmregisseur bekannt wurde. Weil er sich gegenüber dem NS-Regime ablehnend gezeigt hatte, ging die Besatzungsmacht vergleichsweise milde mit ihm um, und er teilte seinen Landbesitz nach eigenen Angaben freiwillig auf.
Im Ortsteil Sarow hielt sich während des Dreißigjährigen Krieges kurz der Feldherr Wallenstein auf; ein Jahrhundert zuvor soll ein verschuldeter Jakob Voß aus Rache mehrere Dörfer der Gegend niedergebrannt haben und wurde dafür hingerichtet. Der Ortsteil Eugenienberg bei Siedenbrünzow entstand 1748 bis 1752 als preußische Kolonie mit acht Siedlerfamilien und wurde 1751 nach dem Prinzen Eugen von Anhalt-Dessau benannt. Bei Warrenzin erinnern die slawischen Burgwälle Hoher Wall und Weißer Wall am Peeneufer an frühe Besiedlung, und im Ortsteil Upost legte ein Archäologe in den 1960er Jahren ein steinzeitliches Ganggrab frei.
Auf 359,2 km² leben 6.472 Menschen, das ergibt 18 je Quadratkilometer. Nachbarschaftlich grenzt das Gebiet an die Stadt Demmin sowie an Malchin und Loitz.