Über die Postleitzahl 17139
Malchin, eine Kleinstadt im Nordwesten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, bildet mit reichlich 40 Prozent den größten Anteil dieser Postleitzahl; hinzu kommen Kummerow, Basedow, Faulenrost und Gielow im Amt Malchin am Kummerower See. Die Stadt liegt in einer Senke zwischen dem über den Dahmer Kanal erreichbaren Malchiner See und dem Kummerower See, östlich davon erhebt sich die waldreiche Mecklenburgische Schweiz auf über 120 Meter.
Im Ortsteil Scharpzow, einer ehemaligen Domäne, traf sich im 19. Jahrhundert im Gutshaus des liberal gesinnten Pächters Carl Theodor Müller unter anderem Fritz Reuter mit anderen zeitkritischen Zeitgenossen. Das Schloss im Ortsteil Remplin, dessen Geschichte bis 1283 zurückreicht, entstand ab 1865 nach Plänen Friedrich Hitzigs und wurde 1940 größtenteils zerstört. Die 67 Meter hohe, dreischiffige St.-Johannis-Kirche prägt bis heute die Stadtsilhouette, das dritte Rathaus von 1842 beherbergte einst im Obergeschoss den Landtagssaal.
Kummerow am See erhielt bereits 1255 das Stadtrecht, verlor es aber 1671 nach jahrhundertelangen Fehden zwischen der Familie von Maltzahn, der Stadt und dem Kloster Dargun wieder – im Dreißigjährigen Krieg hatten von den Einwohnern nur sechzehn überlebt. In Faulenrost begann 1760 der Bau eines Schlosses als Sommersitz, den erst der für seine astronomischen Verdienste bekannte Friedrich II. von Hahn vollendete, nachdem sein Vorgänger dem Vernehmen nach in Schwermut versunken war. Gielow wurde erstmals 1228 als Schenkung an das Kloster Dargun erwähnt.
9.640 Menschen leben auf 260,2 km², das ergibt 37 je Quadratkilometer. Nachbarschaftlich grenzen Stavenhagen, Dargun und Teterow an.