Über die Postleitzahl 17159
Die amtsfreie Landstadt Dargun im Peenetal nimmt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl im Norden des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte ein und bildet für die Region ein Grundzentrum. Der Name ist elbslawischer Herkunft und geht auf einen Personennamen wie Dargomer zurück. Prägend für den Ort ist das aus einem Zisterzienserkloster hervorgegangene Schloss Dargun, das als Nebenresidenz der Güstrower Herzöge diente, im 19. Jahrhundert die erste Ackerbauschule Mecklenburgs beherbergte und 1945 durch Brandstiftung zerstört wurde; seither laufen Arbeiten zum Erhalt der Ruine.
Zur angeschlossenen Klosterkirche St. Marien gehörte einst eine Arp-Schnitger-Orgel von 1700, die 1911 grundlegend umgebaut wurde und deren historische Substanz 1945 fast vollständig verloren ging; seit der Sicherung 1989/90 finden im überdachten Langhaus wieder Gottesdienste und Veranstaltungen statt. Zu den zahlreichen Ortsteilen zählt Aalbude, wo Fischer im 14. Jahrhundert auf einer inzwischen verlandeten Peeneinsel siedelten und eine mecklenburgische Zollstation die Grenze zu Pommern bewachte, sowie Klein Methling, dessen Name auf das slawische Wort für einen Ort ableitet, an dem Beifuß wächst.
Auf 117,6 km² leben in dieser PLZ 4.130 Menschen, das ergibt eine Dichte von 35 Einwohnern je Quadratkilometer. Über die Bundesstraße 110 ist Dargun mit Gnoien und Demmin verbunden, benachbarte Postleitzahlgebiete liegen unter anderem bei Neukalen und Malchin.