Über die Postleitzahl 20457
Diese Postleitzahl deckt einen großen Teil des Hamburger Hafens im Bezirk Mitte ab. Den größten Abschnitt bildet der Stadtteil Steinwerder, dazu kommen der Kleine Grasbrook, der östliche Teil der HafenCity und ein kleiner Zipfel der Altstadt.
Steinwerder ist nach der einstigen Flussinsel Nordersand benannt, die schon im Mittelalter trockengelegt wurde. 1768 kam sie über einen Vertrag mit dem Herzogtum Gottorf gemeinsam mit den umliegenden Höfen Ellerholz, Roß und Grevenhof an Hamburg. Ihren heutigen Namen bekam sie erst nach dem großen Stadtbrand von 1842, als das Ufer zum Reiherstieg hin mit Trümmerschutt aufgehöht wurde – „Werder“ steht dabei für die Flussinsel. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts siedelten sich die ersten Werften an, und ab 1862 bildete die Hamburger Seemannsschule dort junge Seeleute aus, bis sie 1889 wegen der wachsenden Hafenflächen nach Waltershof zog. Als Stadtteil gehört Steinwerder seit 1894 zu Hamburg.
Der benachbarte Kleine Grasbrook ist nach der früheren Elbinsel Grasbrook benannt, die den Hamburgern seit dem Mittelalter als Viehweide diente. Ein Grabendurchstich von 1549 trennte sie ab, der heutige Lauf der Norderelbe entstand 1604 durch einen weiteren Durchstich. Wie Steinwerder wurde der Grasbrook 1871 zum Vorort erklärt und 1894 eingemeindet. Große Teile liegen inzwischen brach, seit der Güterumschlag in weiter elbabwärts gelegene Containerterminals abgewandert ist; geplant ist dort ein neues Stadtviertel mit Wohnungen und zahlreichen zusätzlichen Arbeitsplätzen. Das entstehende Deutsche Hafenmuseum, zu dem auch die historische Viermastbark Peking gehört, hat hier bereits seinen Platz gefunden.
Am östlichen Rand reicht die Postleitzahl noch in die HafenCity hinein, die 2008 offiziell gegründete Verbindung aus der historischen Speicherstadt und seit 2001 neu bebauten früheren Hafenflächen. Dort liegt das Elbbrückenquartier, das jüngste, noch im Bau befindliche Quartier rund um die Elbbrücken und den historischen Baakenhafen, mit Büros, etwas Gewerbe und einem großen Wohnanteil.
Auf 14,4 km² zählt dieses vor allem gewerblich geprägte Gebiet 8.054 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 557 je Quadratkilometer.