Über die Postleitzahl 21129
Diese Postleitzahl ist die flächengrößte in diesem Gebiet und deckt den äußersten Westen Hamburgs beidseits der Süderelbe ab: Finkenwerder, Neuenfelde, Waltershof, Francop, Altenwerder und ein Zipfel von Cranz.
Die Elbinsel Finkenwerder entstand aus der größeren Insel Gorieswerder, die mehrere Sturmfluten in den Jahren 1192 bis 1236 sowie die Allerkindleinsflut von 1248 auseinanderbrachen. 1236 wird sie erstmals als Vinkenwerder erwähnt, benannt nach den hier in Massen gefangenen Finken, deren Fang die Stadt Hamburg 1594 zeitweise per Verordnung einschränkte. Bis 1937 verlief mitten durch die Insel eine Grenze: Der Norden war seit 1445 hamburgisch, der Süden gehörte bis 1814 zu Braunschweig-Lüneburg, dann zu Hannover und schließlich zu Preußen – eine Teilung, die während einer Cholera-Epidemie Ende des 19. Jahrhunderts sogar mit Todesstrafe durchgesetzt wurde, wenn Hamburger den Südteil betraten. Erst durch Deiche nach der Sturmflut von 1962 erhielt der Stadtteil feste Landverbindungen und ist seither keine echte Insel mehr.
In den 1960er-Jahren wurde aus dem einstigen Dorf Altenwerder Hafenerweiterungsgebiet; die Bewohner mussten umziehen, 1998 verließen die letzten das Dorf, von dem nur die Kirche blieb. 2003 nahm dort das Containerterminal Altenwerder den Betrieb auf. Neuenfelde, Francop und Cranz gehören zum Alten Land: Die Dörfer Saschfeld und Niefeld verschmolzen zu Neuenfelde, das auf der schon 1059 erstmals erwähnten Elbinsel Hasselwerder liegt, während Francops Name auf einen Siedlungsgründer namens Franko und niederländische Kolonisten zurückgeht, die im Auftrag der Grundherrschaft angeworben wurden.
Auf 61,7 km² zählt dieses weiträumige Gebiet 17.449 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 283 je Quadratkilometer.