Über die Postleitzahl 21073
Diese Postleitzahl bildet die Mitte des Bezirks Harburg im Süden Hamburgs, mit dem namensgebenden Stadtteil Harburg als größtem und Eißendorf als zweitgrößtem Anteil, dazu kleine Abschnitte von Heimfeld und Wilstorf.
Ausgangspunkt Harburgs war die Horeburg (Hore = Sumpf), die spätestens um das Jahr 1000 auf einer trockenen Sandinsel in der sumpfigen Elbniederung stand, dort, wo heute das Harburger Schloss steht. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg datiert auf 1133–37, vermutlich als Grenzfeste der Grafen von Stade errichtet; 1257 fiel sie den Welfen zu. Die davor entstandene Siedlung wurde 1288 zur freien Gemeinde erhoben und erhielt 1297 das Stadtrecht. Bis ins 19. Jahrhundert lebte die Stadt vor allem vom Fährverkehr nach Hamburg und dem damit verbundenen Speditionsgewerbe; von 1527 bis 1642 diente Harburg sogar als Sitz einer Nebenlinie derer von Braunschweig-Lüneburg. Im Phoenix-Viertel, benannt nach der bis heute ansässigen Gummifabrik Phoenix AG, entstand zur Gründerzeit ein typisches Arbeiterviertel, das nach dem Krieg lange als sozialer Brennpunkt galt, bis 2015 das Sanierungsgebiet wieder aufgehoben wurde.
Eißendorf, dessen kleinerer Teil ebenfalls zu dieser PLZ gehört, wird erstmals 1332/33 erwähnt und hieß 1450 noch Eytzen-dorpe; lange Zeit war der Ort dem Kirchspiel Sinstorf zugeordnet. Erst mit der Industrialisierung um 1900 wich die bäuerliche Prägung, 1910 kam der Ort als Stadterweiterungsgebiet zu Harburg, seine großen Wohnsiedlungen entstanden aber erst in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts.
Auf 3,4 km² zählt dieses Gebiet 29.976 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 8.840 je Quadratkilometer.