Über die Postleitzahl 21077
Diese Postleitzahl liegt im Süden des Bezirks Harburg und setzt sich aus Teilen mehrerer Stadtteile zusammen: Marmstorf und Eißendorf bilden die größten Anteile, ergänzt um Wilstorf, Sinstorf und ein schmales Stück Langenbek sowie einen winzigen Zipfel der niedersächsischen Gemeinde Seevetal.
Auf dem Gebiet von Marmstorf lag einst ein eisenzeitliches Gräberfeld, dessen Fundstücke heute im Archäologischen Museum Hamburg gezeigt werden – das Grabinventar der sogenannten Kriegerbestattung Grab 216 zählt zu den Höhepunkten der dortigen Dauerausstellung. Der Ortsname geht auf einen sächsischen Dorfgründer namens Marbold oder Maribald zurück; 1196 erscheint der Ort erstmals als Marboldesthorp in einer Urkunde. Französische Truppen brannten das Dorf 1814 nieder; zwischen 1852 und 1859 war Marmstorf kurzzeitig eine eigenständige Gemeinde, ehe es 1937 mit dem Groß-Hamburg-Gesetz zu Hamburg kam. Landschaftlich fällt der Stadtteil aus dem Rahmen: Er liegt in einer für Hamburger Verhältnisse ungewöhnlich hügeligen Gegend, die in die Harburger Berge übergeht, mit dem markanten Appelbütteler Tal.
Sinstorf zählt mit einer archäologisch auf das 9. Jahrhundert datierten Gründung zu den ältesten Kirchorten der Region und wird 1181 erstmals urkundlich genannt, im Bezug auf den Edelmann Ludwig von Sinstorf; im Mittelalter gehörten 14 umliegende Dörfer zu seinem Kirchspiel. Wilstorf, benannt nach einem Dorfgründer namens Wiltehard, taucht 1202 erstmals in einer Urkunde des Bremer Erzbischofs auf, und das kleine Langenbek geht auf einen 1306 erwähnten Hof mit Wassermühle zurück.
Auf 14,9 km² zählt dieses Gebiet 24.886 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 1.666 je Quadratkilometer.