Über die Postleitzahl 21079
Diese Postleitzahl ist die flächengrößte in diesem Gebiet und deckt den ländlichen Südwesten des Bezirks Harburg ab: Moorburg und Neuland bilden die größten Anteile, dazu kommen Stücke von Heimfeld, Rönneburg, Harburg, Gut Moor und Wilstorf.
Seit 1375 ist Moorburg Teil Hamburgs – als ältester Stadtteil südlich der Elbe, bis 1937 war es dort sogar der einzige. 1390 bauten die Hamburger dort eine Burg, vermutlich eher einen dauerhaft bemannten Wehrturm, um die Schifffahrt auf der damaligen Hauptelbe zu kontrollieren und das Stapelrecht durchzusetzen – zum Ärger der im benachbarten Harburg residierenden Lüneburger Herzöge, mit denen es deswegen dauerhaft Streit gab. Ein Denkmal am Kirchdeich erinnert an die Verteidigung des Ortes gegen französische Truppen 1814. Nach der Sturmflut von 1962 verschwand der alte Lauf der Süderelbe nördlich des Orts unter einer Aufschüttung; das Wasser fließt seither über den Köhlbrand.
Neuland verdankt seine Entstehung der Kultivierung fruchtbarer, hochwassergefährdeter Elbufer gegen Ende des 13. Jahrhunderts; 1937 kam der vormals preußische Ort mit dem Groß-Hamburg-Gesetz zu Hamburg. Im Naturschutzgebiet Schweenssand wächst eine Eibe, deren Alter auf viele Jahrhunderte geschätzt wird und die als ältester Baum der Stadt gilt. Weiter östlich erinnert der noch erkennbare Burgberg von Rönneburg an eine 1233 erstmals erwähnte Burg zur Kontrolle der Elbmarsch, und in Gut Moor ließ Herzog Otto I. um 1540 den Seevekanal graben, der die Harburger Mühlen antrieb und die Trockenlegung des Umlands ermöglichte.
Auf 32,0 km² zählt dieses weiträumige Gebiet 25.600 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 800 je Quadratkilometer.