Über die Postleitzahl 21147
Diese Postleitzahl liegt im äußersten Südwesten Hamburgs und wird von Neugraben-Fischbek geprägt, ergänzt um den südlichen Teil von Hausbruch.
Fischbek ist 1544 als Vischbecke erstmals belegt, benannt nach einem kleinen, fischreichen Bach. Neugraben entstand um 1510 als Niegraben und verdankt seinen Namen einem Entwässerungskanal, den Herzog Otto I. von Harburg anlegen ließ, um Torf- und Lastkähne zu befördern; der Graben mündete in den Falkenbek und bildete zugleich die Westgrenze des Herzogtums Harburg. Zur Fischbeker Heide, die, verglichen mit der Lüneburger Heide, als zweitgrößte Heidefläche Deutschlands gilt, gehört auch das inzwischen ausgetrocknete Bett des Flüsschens Fischbek. Ein archäologischer Wanderpfad, den das Helms-Museum 1975 eröffnete, zeigt dort auf elf Stationen Bodendenkmäler, die von steinzeitlichen bis eisenzeitlichen Epochen stammen.
Auf dem Falkenberg stand schon im späten 8. Jahrhundert eine Burg, von der bis heute nur noch Wallreste erhalten sind; der Ortsname Hausbruch selbst ist erst seit 1553 belegt. Etwa 1545 ließ der Harburger Herzog Otto I. dort eine Schäferei errichten, und mit dem Bau der Unterelbebahn 1881 wurde der Ort für Industrieansiedlungen interessant. Bekannt ist Hausbruch heute auch für zwei Rekorde des Bildhauers Erich Gerer: die größte Eulen- und die größte Bärenskulptur der Welt.
Auf 15,4 km² zählt dieses Gebiet 22.564 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 1.466 je Quadratkilometer.