Über die Postleitzahl 21266
An der Seeve, an deren Mündung mit der Schmalen Aue, liegt Jesteburg – Sitz der gleichnamigen Samtgemeindeverwaltung für drei Gemeinden im Landkreis Harburg und Kern der Postleitzahl 21266. Zu ihr gehören die Ortsteile Itzenbüttel, Lüllau, Osterberg, Thelstorf und Wiedenhof.
Die Stelle markierte einst die Grenze zwischen den Gebieten der Grafen von Stade und der Herzöge von Lüneburg; bis 1202 gehörte sie zur Grafschaft Stade. In diesem Jahr wurde Jesteburg erstmals urkundlich erwähnt, als Erzbischof Hartwig II. von Bremen dem Hamburger Domkapitel unter anderem die dortige Kirche überließ. Diese St.-Martins-Kirche trägt im hölzernen Turm eine um 1190 gegossene Glocke, die zu den ältesten Norddeutschlands zählt. Vor dem 13. Jahrhundert bewachte zudem eine Burg den Seeveübergang, nach der der Ort benannt wurde – ihre genaue Lage ist bis heute nicht gefunden.
Itzenbüttel gehört zu den sogenannten Büttel-Ortschaften, deren Namen sich vom niederdeutschen Wort für Haus und Hof oder Siedlungsgebiet ableiten. Lüllau, bereits um 800 bis 850 erwähnt, wurde 1972 im Zuge der Gebietsreform geteilt: Der kleinere Teil kam zu Jesteburg, der größere zur Stadt Buchholz. Wirtschaftlich prägt heute die Waldklinik Jesteburg den Ort, eine auf Neurologie und Orthopädie spezialisierte Rehabilitationseinrichtung mit knapp 500 Beschäftigten.
Auf 28,0 km² zählt die Postleitzahl 7.773 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 278 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Rosengarten, Bendestorf, Buchholz in der Nordheide, Hanstedt und Marxen.