Über die Postleitzahl 22359
Hamburg-Volksdorf im Bezirk Wandsbek trägt fast die gesamte Postleitzahl 22359; ein kleinerer Anteil reicht in das benachbarte Bergstedt, das ebenfalls zu den Walddörfern zählt.
Schon in der Steinzeit war die Gegend besiedelt, wie gefundene Feuersteinbeile, Schaber und Pfeilspitzen aus einer Zeit belegen, in der hier noch Tundrasteppe herrschte. Aus der Bronzezeit stammt einer der größten Schatzfunde Hamburgs: Bei Ausschachtarbeiten für eine Kleinbahnstrecke zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen Halsringe, Armspiralen und ein Hängebecken zutage, vermutlich einst aus kultischen Gründen versenkt. Der Name Volksdorf, urkundlich erstmals 1296 belegt, wird auf einen Dorfgründer namens Volkward zurückgeführt. Ursprünglich zu Stormarn gehörig, gingen die Einkünfte an das Kloster Harvestehude; 1437 wurde der Ort zusammen mit anderen Dörfern an Hamburg verpfändet, das Pfand aber nie eingelöst – so wurde Volksdorf zu einem der Hamburger Walddörfer, dessen Bauern einem Waldherren zu Hand- und Spanndiensten verpflichtet waren. Um 1830 hatte der Ort nur wenige hundert Bewohner, ehe ab 1867 der Hamburger Kaufmann Heinrich Ohlendorff die Jagdrechte pachtete.
Die 12,5 km² große Postleitzahl kommt auf 22.631 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 1.807 je Quadratkilometer.