Über die Postleitzahl 22393
Sasel im Bezirk Wandsbek füllt die Postleitzahl 22393 fast vollständig aus; nur ein kleiner Rand reicht in das benachbarte Poppenbüttel.
Zwischen 700 und 800 entstand hier die Mellingburg, urkundlich erwähnt wird der Ort als „Sasle“ erstmals 1293, dürfte aber deutlich älter sein. Der Name leitet sich von den altsächsischen Wörtern für „Stein“ und „Hain“ ab und wandelte sich über die Jahrhunderte durch Schreibweisen wie „Satzel“ oder „Saßell“ zum heutigen Sasel. Der Straßenname „Beim Riesenstein“ erinnert an einen eiszeitlichen Findling, der im 19. Jahrhundert gesprengt und dessen Trümmer für den Bau einer Brücke über die Saselbek verwendet wurden; nur knapp am Ort vorbei führte einst der Königsweg zwischen Hamburg und Lübeck. Anders als benachbarte Dörfer, die seit dem 16. Jahrhundert unter Gutsherrschaft gerieten, blieb Sasel stets ein Bauerndorf und kam erst 1937 mit dem Groß-Hamburg-Gesetz zu Hamburg, nachdem es zuvor über Dänemark und Preußen verwaltet worden war. Von 1944 bis 1945 bestand hier ein Frauen-Außenlager des KZ Neuengamme.
Auf 6,7 km² zählt die Postleitzahl 19.081 Einwohnerinnen und Einwohner, umgerechnet 2.853 je Quadratkilometer.