Über die Postleitzahl 22605
Othmarschen füllt diese Postleitzahl im Bezirk Altona nahezu vollständig aus und zählt zu den Elbvororten im Westen Hamburgs.
Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1317 als „villa Othmerschen“; der zweite Wortteil verweist auf sumpfiges Marschland, während die Herkunft des ersten bis heute unklar ist – die verbreitete Erzählung von einem Einsiedler namens Otmar gilt unter Sprachforschern als widerlegt. Im Mittelalter bestand Othmarschen aus wenigen Bauernhöfen und gehörte kirchlich zunächst zu Hamburg, ehe es 1547 zum neuen Kirchspiel Ottensen kam. Vom historischen Dorfkern ist mit dem 1759 errichteten Röperhof noch ein reetgedecktes Gebäude erhalten. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden an der heutigen Elbchaussee erste herrschaftliche Landhäuser wohlhabender Kaufleute, doch bis weit ins 19. Jahrhundert blieb der Ort ein kleiner, wenig bewohnter Vorort.
Mit dem Eisenbahnanschluss 1882 und dem Bauprojekt Neu-Othmarschen des Unternehmers Ferdinand Ancker ab 1883 begann eine Entwicklung zur bevorzugten Wohngegend, die bis heute anhält.
Auf 5,1 km² leben 10.350 Menschen, rechnerisch 2.026 je Quadratkilometer. Angrenzend liegen die Postleitzahlen von Bahrenfeld und Ottensen.