Über die Postleitzahl 22609
Nienstedten und ein größerer Teil von Osdorf bilden zusammen diese Postleitzahl im Bezirk Altona; Nienstedten zählt zu den Elbvororten im äußersten Westen Hamburgs.
Der Name Nienstedten geht auf „Nygenstede“, die neue Stätte, zurück; erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1297. Von 1350 an residierten die Schauenburger Grafen im nahen Pinneberg und verwalteten von dort auch Nienstedten, damals ein Katendorf mit Fischern, Handwerkern und Kleinbauern. Weil die Elbe an ihrem Ufer stetig weiter ins Land drang, musste die Kirche im Lauf der Zeit mehrfach neu errichtet werden, zuletzt 1751. Nach napoleonischen und dänischen Besatzungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts band ab 1846 eine Pferdeomnibuslinie den Ort an Altona und Blankenese an; die Eisenbahn folgte 1899. Mit der Elbschloss-Brauerei entstand 1883 der bis dahin einzige nennenswerte Industriebetrieb.
Der angrenzende Teil Osdorfs ist heute vor allem für seine Grünflächen bekannt: Dort liegt der nach der Hamburger Botanikerin und früheren Kanzlergattin benannte Loki-Schmidt-Garten, ein Schaugarten der Universität mit nachgebildeten Landschaftstypen, unweit eines öffentlichen Freibads.
Auf 5,7 km² leben 11.665 Menschen, das entspricht 2.035 je Quadratkilometer. Die Postleitzahl grenzt an Othmarschen im Osten und an mehrere weitere Altonaer Gebiete im Süden und Norden.