Über die Postleitzahl 23896
Zum Amt Sandesneben-Nusse im Kreis Herzogtum Lauenburg gehören die Gemeinden Panten, Ritzerau, Nusse, Poggensee und Walksfelde, die zusammen die Postleitzahl 23896 bilden. Namensgebend ist Nusse, dessen erste urkundliche Erwähnung 1194 als Nutze erfolgte und das von 1370 bis 1937 als Exklave zur Freien und Hansestadt Lübeck gehörte.
In Nusse verhandelte 1659 der Lübecker Ratsherr Friedrich Plönnies mit dem Kurfürsten von Brandenburg über Kontributionen, der dort sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte. Ritzerau war ebenfalls bis 1937 lübeckische Exklave; der Unternehmer Günther Fielmann erwarb 1999 die dortige Domäne Hof Ritzerau und fördert seither dort wissenschaftliche Forschung. Panten hieß bis 1938 Mannhagen und wurde nur auf Wunsch der NSDAP-Kreisleitung umbenannt, ein Name, den die Gemeindevertretung nach dem Krieg mehrfach vergeblich zurückzugewinnen versuchte. Nordöstlich des Ortsteils Hammer liegen am Elbe-Lübeck-Kanal die Reste eines slawischen Burgwalls aus dem 9. Jahrhundert, im Volksmund Steinburg genannt.
Auf 40,3 km² leben in der Postleitzahl 2.701 Menschen, das ergibt eine Dichte von 67 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Mölln und Breitenfelde.