Über die Postleitzahl 23919
Berkenthin, ländlicher Zentralort und Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes im Kreis Herzogtum Lauenburg, bildet zusammen mit Behlendorf, Rondeshagen, Göldenitz und Niendorf bei Berkenthin die Postleitzahl 23919. Der Ort wurde 1230 im Ratzeburger Zehntregister als Parketin erstmals urkundlich erwähnt; sein Name geht wohl auf das altpolabische Wort für die Siedlung eines Parchota zurück.
Berkenthin besteht aus den durch eine beheizbare Stahlbrücke verbundenen Ortsteilen Klein-Berkenthin und Groß-Berkenthin beiderseits des Elbe-Lübeck-Kanals, auf dem 1900 der alte Stecknitzkanal abgelöst wurde. Behlendorf, dessen Name sprachlich vom slawischen Wort für „weißes Dorf“ abgeleitet sein soll, war von 1424 bis 1937 lübeckische Exklave; Gut, Wald und der Behlendorfer See gehören bis heute teilweise der Lübecker Stiftung Heiligen-Geist-Hospital. Rondeshagen wurde 1373 als Rouchelstorp erwähnt und war bis 1788 im Besitz der Lübecker Patrizierfamilie von Tode; sein Ortsteil Groß Weeden beherbergt die einzige vollständig überdachte Sonderabfalldeponie Deutschlands. Göldenitz zählt mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 305 Prozent zu den steuerlich attraktivsten Gemeinden Deutschlands.
Auf zusammen 39,9 km² leben 3.761 Menschen, die Dichte liegt bei 94 Einwohnern je Quadratkilometer. Die Postleitzahl liegt im Westmecklenburgischen Seenhügelland südlich von Lübeck; Nachbarorte sind unter anderem Lasbek und Ratzeburg.