Über die Postleitzahl 25599
Wewelsfleth im Amt Wilstermarsch, Kreis Steinburg, füllt diese Postleitzahl an der Mündung der Stör in die Elbe zum größten Teil aus. Der Ortsname, 1238 erstmals als „Weuelesflethe“ urkundlich erwähnt, gehört zu den für die Elbmarschen typischen Endungen auf „-fleth“: Fleete waren natürliche Wasserläufe, die durch die mittelalterliche Bedeichung größtenteils verschwanden und nur noch in Ortsnamen fortleben. Wegen der ständigen Sturmflutgefahr wurde die Gemeinde zu Beginn des 16. Jahrhunderts von ihrem ursprünglichen Standort direkt an der Elbe an die Stelle des heutigen Dorfes Humsterdorf verlegt.
Ein prägendes Gebäude ist das 1698 erbaute Alfred-Döblin-Haus, das der Schriftsteller Günter Grass 1970 kaufte und dort unter anderem seine Werke „Der Butt“ und „Kopfgeburten“ schrieb. 1985 übergab er das Gebäude der Stadt Berlin, die es seither als Rückzugsort für Stipendiaten bereitstellt, welche dort für einige Monate wohnen und arbeiten. Mit Björn Engholm gründete Grass 1983 zudem die bis heute jährlich stattfindenden Wewelsflether Gespräche. Größter Betrieb der Gemeinde ist die Peters Werft mit 110 Angestellten; die frühere Fähre über die Stör wurde 1980 eingestellt.
Auf 24,2 km² leben 1.298 Menschen, das sind 54 je Quadratkilometer. Zur Gemeinde gehören zahlreiche Ortsteile wie Humsterdorf, Beesen und die einst von Künstlern bewohnte Siedlung Störort, die 1975 dem Bau des Störsperrwerks weichen musste. Nachbarplätze reichen von Wilster über Brokdorf bis nach Wischhafen jenseits der Elbe.