Über die Postleitzahl 25709
Kronprinzenkoog trägt mit gut zwei Fünfteln den größten Flächenanteil dieser Postleitzahl im Süden des Kreises Dithmarschen, benannt nach dem 1785 bis 1787 eingedeichten und in drei Abschnitte gegliederten Koog. Bereits 1718 war zuvor der Sophienkoog entstanden, als Reaktion auf eine Sturmflut, die 1717 Teile der Küste zerstört hatte. Die dortige neugotische Koogskirche von 1883 nach einem Entwurf von Johannes Vollmer ist das einzige unter Denkmalschutz stehende Bauwerk der Gemeinde.
Den historischen Kern der Region bildet die Stadt Marne, seit 1891 Stadtrecht tragendes Unterzentrum und Sitz des Amtes Marne-Nordsee, dessen erste dauerhafte Besiedlung bereits im 1. Jahrhundert durch die Chauken erfolgte. Im benachbarten Kaiser-Wilhelm-Koog stand von 1983 bis 1987 mit GROWIAN die damals größte Windenergieanlage der Welt mit drei Megawatt Leistung; nach deren Abbau eröffnete 1987 dort der erste Windpark der Bundesrepublik mit 30 Anlagen. Diekhusen-Fahrstedt geht möglicherweise auf eine Warft aus den Jahren 100 bis 400 zurück, die älteste bekannte Ansiedlung der Dithmarscher Südermarsch.
Auf 66,8 km² leben 8.726 Menschen, das ergibt 131 je Quadratkilometer. Auf dem ertragreichen Kalkmarschboden werden vor allem Kohl, Karotten und Zuckerrüben angebaut, viele Höfe nutzen ihre Dachflächen zusätzlich zur Solarstromproduktion. Nachbarplätze sind unter anderem Sankt Michaelisdonn, Friedrichskoog und Neufeld.