Über die Postleitzahl 27299
Südöstlich von Bremen, an der Weser und der Alten Aller, liegt der Flecken Langwedel im Landkreis Verden, seit 1972 eine Einheitsgemeinde aus den früher selbständigen Orten Daverden, Etelsen, Haberloh, Holtebüttel, Langwedel und Völkersen. Der Ortsname setzt sich aus niederdeutsch „lang“ und „wedel“ für eine seichte Stelle zum Hinüberwaten zusammen und bezieht sich auf eine langgezogene Furt.
Langwedel wurde 1226 erstmals urkundlich erwähnt und durfte schon im Mittelalter als Flecken Markt- und Standesrechte führen; die zugehörige Burg entstand um 1222 als Wasserburg des Bremer Erzbischofs Gerhard II. Im Ortsteil Etelsen entstand 1885 bis 1887 im Neorenaissance-Stil das Schloss Etelsen, das später an die Nationalsozialisten verkauft wurde und als SA-Führungsschule diente; im zugehörigen Park war von 1960 bis 1965 sogar ein kleiner Tierpark mit Löwen, Tigern und Bisons untergebracht, der aus finanziellen Gründen wieder schließen musste. Völkersen wurde bereits 935 erstmals urkundlich genannt, ein Großsteingrab aus der Jungsteinzeit ziert bis heute das Gemeindewappen.
Die Bundesautobahn 27 durchquert das Gebiet in Nord-Süd-Richtung, an der Bahnstrecke Wunstorf–Bremen liegen Bahnhöfe in Langwedel und Etelsen. Auf 75,9 km² entfallen 14.261 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 188 je Quadratkilometer entspricht. Nachbarschaftlich grenzen unter anderem Verden, Achim und Kirchlinteln an.