Über die Postleitzahl 28870
Der Flecken Ottersberg im Norden des Landkreises Verden liegt in der Wümmeniederung und bildet zusammen mit Fischerhude, Posthausen und weiteren Ortsteilen fast diese gesamte Postleitzahl. Um 1180 entstand hier die Burg Boberg, die nach einer Zerstörung als Burg Ottersberg neu errichtet wurde; nach einer weiteren Zerstörung 1235 ließ das Erzbistum Bremen um 1305 an vermutlich derselben Stelle eine zweite Burg bauen, die später zur Festung ausgebaut und erst nach dem Siebenjährigen Krieg abgerissen wurde. Der schlossähnliche Amtshof von 1585 mit Resten des alten Burggrabens beherbergt seit 1946 die Freie Rudolf-Steiner-Schule.
An der Wümme liegt Fischerhude, das schon 1124 als Besitzung des Klosters Rastede urkundlich erwähnt wurde und sich zu einer Künstlerkolonie entwickelte – der Maler Otto Modersohn lebte in Quelkhorn auf der anderen Flussseite und ist auf dem dortigen Friedhof begraben. Die Ortschaft Posthausen wiederum entstand aus der Kolonisierung des Hellweger Moores Ende des 18. Jahrhunderts und besteht bis heute aus zehn Straßendörfern, den sogenannten Moordörfern, während Grasdorf auf Betreiben des Moorkolonisators Jürgen Christian Findorff in den 1790er Jahren gegründet wurde.
Die Postleitzahl 28870 umfasst 98,7 km² mit 13.107 Einwohnerinnen und Einwohnern, was 133 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. Sie liegt an der Autobahn 1 zwischen Bremen und Hamburg und grenzt an mehrere Bremer Stadtteile sowie an die Gemeinden Achim, Lilienthal, Oyten und Grasberg.