Über die Postleitzahl 27711
Osterholz-Scharmbeck, Kreisstadt des Landkreises Osterholz in Niedersachsen, trägt ihren Doppelnamen seit 1927: Damals vereinigte ein Gesetz des Preußischen Landtags die beiden bis dahin eigenständigen Orte mit drei umliegenden Landgemeinden zu einer Kommune, die 1929 das Stadtrecht erhielt. Zur Stadt gehören unter anderem die Ortsteile Garlstedt, Ohlenstedt, Scharmbeckstotel, Sandhausen, Hülseberg und Freißenbüttel.
Im namensgebenden Osterholz gründeten Benediktinerinnen 1182 ein Kloster, dessen Kirche und Hospital seit 1567 bestehen; die romanische Basilika St. Marien stammt von 1197. Der am weitesten vom Zentrum entfernte Ortsteil Garlstedt wurde erstmals 1250 erwähnt, doch Hügelgräber weisen auf eine Besiedlung schon in der Stein- und Bronzezeit hin; ein 1830 dort gefundenes Blasinstrument, eine Lure, ziert seither das Gemeindewappen. Ohlenstedt lässt sich sogar bis 1139 zurückverfolgen. Sandhausen wiederum entstand erst 1780 im Zuge der Moorkolonisierung des angrenzenden Teufelsmoors.
Das Teufelsmoor geht bei den Osterholzer Hammewiesen, einem Feuchtwiesengebiet hinter der alten Klosteranlage, in Schutzflächen über. Wirtschaftlich prägen Dienstleistungen und Einzelhandel die Stadt, dazu eine ältere Tradition im Metall- und Fahrzeugbau: 1969 übernahmen die Faun-Werke die Werksanlagen der Büssing AG. 29.495 Einwohnerinnen und Einwohner verteilen sich auf 146,6 km², das sind 201 je Quadratkilometer.
An Osterholz-Scharmbeck grenzen unter anderem Hagen, Ritterhude, Worpswede und Hambergen; die Vorwahlen beginnen mit 04791, 04793 oder 04795, die Kennzeichen tragen ein OHZ.