Über die Postleitzahl 27721
Nördlich von Bremen, mit dem die Gemeinde eine zehn Kilometer lange Grenze teilt, liegt Ritterhude im Landkreis Osterholz. Die Postleitzahl 27721 deckt die Gemeinde fast vollständig ab, zu der neben dem namensgebenden Hauptort die Ortschaften Ihlpohl, Platjenwerbe, Lesumstotel, Werschenrege und Stendorf zählen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1182 unter dem Namen Hude, dem plattdeutschen Wort für eine Furt über die Hamme; erst 2004 durfte die Gemeinde diese alte Bezeichnung wieder offiziell auf den Ortseingangstafeln führen. Der Pirat Johann Hollemann nutzte den Ort ab etwa 1350 als Stützpunkt und Lager für seine Beute, bevor er 1366 hingerichtet wurde. Das heutige Ortsbild prägen Backsteinbauten, die von den in die USA ausgewanderten Brüdern Ries gestiftet wurden, darunter die Turnhalle von 1912, das Rathaus von 1928 und die Riesschule von 1930. An der Stelle eines Fachwerkbaus entstand 1792 die evangelische Kirche St. Johannes.
Ritterhude gehört zur Metropolregion Nordwest und ist stark auf Bremen ausgerichtet: Nach Zahlen von 2010 verließen deutlich mehr Berufstätige täglich die Gemeinde zur Arbeit, als aus der Umgebung nach Ritterhude einpendelten. Chemieunternehmen wie Linpac Packaging und Lubrizol zählen zu den größeren Arbeitgebern vor Ort. 14.700 Einwohnerinnen und Einwohner kommen auf 32,8 km², das entspricht 448 je Quadratkilometer.
Über die A 27 ist Ritterhude an Osterholz-Scharmbeck im Norden und die Bremer Stadtteile im Süden angebunden; Fahrzeuge tragen hier das Kennzeichen OHZ.