Über die Postleitzahl 28239
Gröpelingen füllt die Postleitzahl 28239 fast vollständig aus, mit den Quartieren Ohlenhof und Oslebshausen im Bremer Westen.
Der Name geht auf das alte Wort „gropen“ oder „grüppe“ für Graben zurück, verbunden mit der Endung „-linga“ für die dort ansässigen Leute, da die ersten Bewohner an einem Entwässerungsgraben zur Weser siedelten. Oslebshausen wurde erstmals 860 urkundlich erwähnt, Gröpelingen 1218 als Land der Ritter von Gröpelingen; ein Zweig dieser Familie gehörte im 13. Jahrhundert zur Oberschicht der Stadt, bis der 1304 ermordete Ratsherr Arnd von Gröpelingen für Unruhen sorgte. Von 1820 bis 1821 entstand die Chaussee nach Oslebshausen, die heutige Heerstraße, an der Bremer Kaufleute Sommersitze errichteten; von 1901 bis 1903 wurde die Straßenbahnlinie bis dorthin verlängert. Zwischen 1902 und 1905 verlegte die Werft AG Weser ihren Standort von der Stephanikirchweide nach Gröpelingen und prägte den Stadtteil fortan industriell.
Das 1905 nach Plänen von Diedrich Tölken errichtete Verwaltungsgebäude der AG Weser steht neben der neugotischen, 1874 erbauten Strafanstalt Oslebshausen; die Bronzeskulptur Zur Schicht von 1983 erinnert an das Arbeitsleben und die Werftbesetzung.
Auf 5,7 km² leben 18.896 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 3.319 je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen sind 28237 und, außerhalb Bremens, 28719.