Über die Postleitzahl 28719
Zu den flächengrößten Postleitzahlen Bremens gehört diese Fläche, die von den nördlichen Ortsteilen Burg-Grambke und Werderland bis ins Blockland im Bremer Stadtbezirk West reicht, dazu kommen kleine Anteile an den Stadtteilen Häfen und Mitte an der Weser. Das Blockland verdankt seinen Namen der mittelalterlichen Landschaftskultivierung: Gräben teilten das Gebiet in Blöcke ein. Schon vor dieser Kultivierung lebten dort Angehörige germanischer Jäger- und Fischergemeinschaften auf einer Düne bei Wasserhorst, ehe ab 1113 im Auftrag des Bremer Erzbischofs Siedler aus Holland mit der systematischen Trockenlegung des Blocklandes und des benachbarten Hollerlandes begannen.
Das Dorf Hemm, das der Hemmstraße ihren Namen gab, wurde 1139 erstmals als „Wallerehem“ erwähnt. Weiter nördlich, an der Lesum, entstand aus dem Urstromtal der Weser eine von den Eiszeiten geprägte Landschaft, in der um 300 bis 200 v. Chr. bereits die germanischen Chauken siedelten. Im Süden der Postleitzahl liegt mit dem Europahafen ein Teil des Bremer Hafenstadtteils, den die Stadt ab 1887 anlegen ließ, nachdem die Versandung der Weser den Schiffsverkehr zu den flussabwärts gelegenen Häfen verdrängt hatte.
Auf 30,8 km² zählt die Postleitzahl 28719 14.395 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 467 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht – ein Hinweis auf die weiten, dünn besiedelten Marschflächen zwischen Weser und Wümme. Angrenzend liegen weitere Bremer Postleitzahlen sowie mit Ritterhude und Lemwerder zwei niedersächsische Gemeinden.