Über die Postleitzahl 28879
Etwa 20 Kilometer nordöstlich von Bremen liegt die Gemeinde Grasberg, die diese Postleitzahl fast vollständig einnimmt. Bis etwa 1750 war das Gebiet ein unwegsames, unbewohntes Moor, das nur an den Ufern der Wörpe von Tarmstedter und Wilstedter Bauern genutzt wurde. Im Auftrag des hannoverschen Kurfürsten begann der Moorkolonisator Jürgen Christian Findorff mit der Trockenlegung und gründete zunächst Wörpedorf 1751 und Eickedorf 1753. Namensgeber der heutigen Gemeinde war ein weithin sichtbarer, grasbewachsener Sandhügel, an dem Findorff ab 1785 eine Kirche errichten ließ.
Zur Kirchweihe am 1. November 1789 kamen 4000 Gläubige, für die das Gotteshaus bei weitem nicht ausreichte. Die Grasberger Kirche birgt bis heute eine Besonderheit: eine 1694 ursprünglich für ein Hamburger Waisenhaus gebaute Orgel des berühmten Orgelbauers Arp Schnitger, die einzige erhaltene kleine Stadtorgel dieser Bauart. Als eigenständige Ortschaft besteht Grasberg offiziell erst seit 1831, obwohl an dieser Stelle schon ab 1776 eine kleine Siedlung entstanden war. Von 1900 bis 1956 verband die Kleinbahn Bremen–Tarmstedt, auch Jan-Reiners-Bahn genannt, die Ortsteile mit Bremen.
Auf 55,5 km² zählt die Postleitzahl 28879 7.589 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 137 Einwohner je Quadratkilometer. Sie grenzt an die Gemeinden Lilienthal, Ottersberg, Worpswede sowie an Tarmstedt und Breddorf.