Über die Postleitzahl 31683
Obernkirchen trägt als eine von nur zwei Bergstädten Niedersachsens außerhalb des Harzes und als nördlichste Bergstadt Deutschlands ihren Namen zu Recht: In der Nähe liegen die bekannten Obernkirchener Sandsteinbrüche. Die Stadt im Landkreis Schaumburg bildet den Großteil der Postleitzahl 31683, zu der auch die Ortsteile Vehlen, Gelldorf, Krainhagen und Röhrkasten gehören.
Der Legende nach geht der Ortsname auf „Ouerenkerken“, die obere Kirche, zurück: Am Hang des Bückebergs mit Blick ins norddeutsche Tiefland gründete Kaiser Ludwig der Fromme hier im 9. Jahrhundert das Kloster Obernkirchen, die älteste geistliche Niederlassung zwischen Weser und Leine. 1181 verlieh Kaiser Barbarossa dem Stift die Marktgerechtigkeit. Vehlen, urkundlich schon 1055 als „Velden“ erwähnt, gilt als ältester Ortsteil der Stadt und war einst zentraler Gogerichtsplatz des Bukkigaus; heute betreibt der Ort mit einer Hausbrauerei die kleinste Brauerei Norddeutschlands. 1949 wurde in Obernkirchen der Kinderchor gegründet, der als Schaumburger Märchensänger mit dem Lied „Mein Vater war ein Wandersmann“ überregional bekannt wurde. Am Rösehof erinnert eine Skulptur an den Böxenwolf, eine Sagengestalt, die sich der Überlieferung nach in ein Wolfsfell hüllte, um Passanten aufzulauern und sich von ihnen tragen zu lassen.
Glasindustrie, Maschinenbau und Sandsteinabbau prägen die Wirtschaft bis heute, unter anderem mit einem Werk des Behälterglasherstellers Ardagh. Auf 32,4 km² kommen 8.962 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 277 je Quadratkilometer. Die Postleitzahl grenzt an Stadthagen, Bückeburg, Nienstädt und Helpsen.