Über die Postleitzahl 34311
Östlich des bewaldeten Höhenzugs Langer Wald, im Westen des Naturparks Habichtswald gelegen, liegt die Kleinstadt Naumburg, seit 1995 staatlich anerkannter Kneippkurort im Landkreis Kassel, dem fast die gesamte Postleitzahl entspricht. Sie erhielt bereits 1260 das Stadtrecht, verkaufte aber schon 1266 die zugehörige Burg samt Gericht an das Erzbistum Mainz und blieb dadurch bis 1802 eine katholische Enklave im protestantischen Hessen. Nach 1803 kam die Stadt mit den benachbarten früheren Mainzer Enklaven Fritzlar, Amöneburg und Neustadt zum kurhessischen Fürstentum Fritzlar. Ein Feuer zerstörte 1626 die Burg endgültig, deren Ruine bis heute erhalten ist.
Zur Stadt gehören die Stadtteile Elbenberg, Heimarshausen, Altendorf und Altenstädt. Elbenberg entstand 1967 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Dörfer Elben und Elberberg und wurde bereits ab 1081 unter dem Namen Aelvinu erwähnt; das dortige Schloss Elberberg geht in Teilen auf das 15. Jahrhundert zurück. Altenstädt reicht mit einer Nennung im Codex Eberhardi bis in die Zeit um 750 bis 802 zurück. In der historischen Altstadt Naumburgs prägen gut erhaltene Fachwerkensembles des ausgehenden 17. Jahrhunderts das Bild, in der Stadtpfarrkirche St. Crescentius steht die gotische Naumburger Madonna von etwa 1340. Seit 1972 befährt eine Museumseisenbahn die 1904 eröffnete Strecke nach Kassel.
In der PLZ leben 4.952 Menschen auf 66,1 km², das ergibt 75 Einwohner je Quadratkilometer. Nachbarn sind Bad Emstal im Osten und Edertal im Süden.