Über die Postleitzahl 34549
Edertal breitet sich am Südufer des Edersees und beiderseits der Eder im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg aus und trägt seit 2019 die amtliche Zusatzbezeichnung Nationalparkgemeinde. Die Gemeinde entstand 1971 aus dem Zusammenschluss mehrerer Dörfer und wird von der quer durchs Gemeindegebiet fließenden Eder geprägt, in die bei Mehlen die Netze und bei Bergheim der Wesebach münden. Verwaltungssitz ist Giflitz, das zusammen mit dem einwohnerstärksten Ortsteil Bergheim das Gemeindezentrum bildet.
Besondere Bekanntheit erlangte der Ortsteil Buhlen durch einen Fund aus dem Jahr 1908: Bei Straßenbauarbeiten kam ein Rentiergeweih zum Vorschein, und spätere Ausgrabungen bestätigten hier eine Siedlung der Neandertaler, einen der anthropologisch bedeutsamsten Fundorte dieser Art in Deutschland. Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde zählen die Edertalsperre und der Affolderner See, während der Ortsteil Bergheim mit seinem ungenutzten klassizistischen Schloss aus dem 18. Jahrhundert an die Grafen von Waldeck-Bergheim erinnert. Ein stillgelegter Bahnabschnitt zwischen Korbach und Bad Wildungen dient heute als Ederseebahn-Radweg.
6.161 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 115,2 km², das ergibt 53 je Quadratkilometer. Edertal grenzt an Waldeck und Vöhl im Norden sowie an Bad Wildungen und Fritzlar im Süden und Osten.