Über die Postleitzahl 34593
Knüllwald liegt im gleichnamigen Mittelgebirge zwischen Efze und Beise im Schwalm-Eder-Kreis und zählt mit über 60 Prozent Waldanteil auf gut hundert Quadratkilometern zu den flächengrößten Gemeinden Hessens. Sie entstand in zwei Schritten der Gebietsreform: 1971 schlossen sich neun Dörfer freiwillig zusammen, 1974 kamen Berndshausen, Niederbeisheim und Rengshausen kraft Landesgesetz hinzu. Verwaltungssitz ist heute Remsfeld, der größte der zwölf Ortsteile, dessen Kirche 1480 bei einem Dorfbrand zerstört und daraufhin an ihrem heutigen Standort neu errichtet wurde.
Oberhalb von Wallenstein erhebt sich die Ruine der im 12. Jahrhundert erbauten und 1637 zerstörten Burg gleichen Namens, unweit der Lochbachklamm mit ihren überhängenden Buntsandsteinwänden. Seit 2007 führt der Radfernweg R 17 an der Kirche von Reddingshausen vorbei, der ersten „Radfahrerkirche“ Hessens. In Völkershain dokumentiert ein Landtechnisches Museum die bäuerliche Geschichte der Region, seit 2019 betreibt Amazon in der Gemeinde ein Verteilzentrum.
4.357 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 100,3 km², das ergibt 43 je Quadratkilometer. Knüllwald grenzt an Homberg im Norden und an Malsfeld, Morschen sowie im Süden an Schwarzenborn und das nordhessisch-osthessische Grenzgebiet um Bad Hersfeld.