Über die Postleitzahl 34326
Zwischen Kassel im Norden und Rotenburg an der Fulda im Süden erstreckt sich im Tal des Flusses die Gemeinde Morschen im Schwalm-Eder-Kreis, der fast diese gesamte Postleitzahl entspricht. Sie entstand 1974 aus dem Zusammenschluss der zuvor eigenständigen Gemeinden Altmorschen, Heina, Konnefeld und Neumorschen, nachdem sich Binsförth, Eubach und Wichte bereits zwischen 1971 und 1972 freiwillig Altmorschen angeschlossen hatten, das zum Verwaltungssitz wurde. Altmorschens Entwicklung ist eng mit dem 1235 erstmals erwähnten Zisterzienserkloster Haydau verbunden, dessen Gründung zugleich als älteste urkundliche Nennung des Orts gilt; nach der Reformation dienten die Klostergebäude als Jagdschloss, ab 1830 als Staatsdomäne.
In Neumorschen zeugen giebelständige Fachwerkhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts entlang der historischen Marktstraße von der einstigen Bedeutung des Orts, der früh Marktrechte und die Gerichtsbarkeit im Fuldatal besaß. Wichte, urkundlich seit 1197 belegt, gehörte ab 1237 dem Kloster Kappel und ab 1282 dem Kloster Haydau. In Binsförth schützte einst eine kleine Burg eine Furt durch die Fulda; auf dem denkmalgeschützten Rittergut wird heute ein Biohof betrieben. Größter Arbeitgeber der Gemeinde ist ein Tief- und Straßenbauunternehmen, durch das Gemeindegebiet führt der Fulda-Radweg.
Auf 47,7 km² der Postleitzahl leben 3.153 Menschen, das sind 66 je Quadratkilometer. Morschen grenzt im Norden an Spangenberg und im Westen an Malsfeld.