Über die Postleitzahl 34628
Willingshausen im Süden der Schwalm entstand 1974 aus neun zuvor selbständigen Dörfern, ist aber nach seinem namensgebenden Ortsteil benannt, obwohl dieser weder der größte noch zentral gelegen ist – Verwaltungssitz ist stattdessen Wasenberg. Im Ortsteil Willingshausen prägt seit der Mitte des 16. Jahrhunderts das Schloss der Familie von Schwertzell das Bild neben der Kirche von 1511, deren Patronatsempore die Wappen des hessischen Adels zeigt und deren barocke Orgel von 1764 bis heute erhalten ist.
Gleich mehrere Dörfer der Gemeinde – Loshausen, Zella, Ransbach und Leimbach – gingen im Dreißigjährigen Krieg im November 1640 in Flammen auf, niedergebrannt von einem kaiserlichen Heer, einen Tag vor dem Gefecht am Riebelsdorfer Berg. Heute finden in Loshausen alljährlich zwei Musikfestivals statt, das World Music Festival im August und Rock im Park im Juli. Seit 2010 speist in Ransbach eine Biogasanlage der örtlichen Landwirte Biomethan ins Gasnetz ein.
4.743 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 59,8 km², das entspricht 79 je Quadratkilometer. Willingshausen grenzt an Schwalmstadt im Norden sowie an Neukirchen, Schrecksbach und, jenseits der Kreisgrenze, an Alsfeld im Süden.