Über die Postleitzahl 34621
Frielendorf liegt am Nordwestrand des Knüllgebirges im Schwalm-Eder-Kreis und trägt seit 2019 die amtliche Zusatzbezeichnung Marktflecken sowie das Prädikat staatlich anerkannter Luftkurort. Bis in die 1960er-Jahre bildeten Braunkohlebergbau und Brikettherstellung die wirtschaftliche Grundlage des Orts: In den 1920er-Jahren arbeitete ein Großteil der Bevölkerung im Frielendorfer Bergbau, der eine beträchtliche Menge Kohle förderte und Briketts der Marke „Hassia“ weit über die Region hinaus bekannt machte. Ein Museumsladen erinnert heute an diese Zeit.
Aus dem größten Tagebaurestloch entstand nach der Rekultivierung der Silbersee, um den sich ein Feriendorf entwickelte und der den Strukturwandel zum Fremdenverkehr einleitete. Zur heutigen Gemeinde mit fünfzehn Ortsteilen gehört auch Spieskappel, wo die 1255 geweihte Basilika des ehemaligen Prämonstratenserklosters bis heute als evangelische Kirche genutzt wird. In Großropperhausen steht neben den Resten einer mittelalterlichen Burg das 1832 erbaute Schloss der Familie von Baumbach.
Auf 85,5 km² kommen 7.083 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 83 je Quadratkilometer. Frielendorf grenzt an Homberg und Borken im Norden sowie an Schwalmstadt, Neukirchen, Willingshausen und Schwarzenborn im Süden.