Über die Postleitzahl 35614
Aßlar liegt im Unteren Dilltal, dort wo die Dill bei Wetzlar in die Lahn fließt, zwischen dem Oberwesterwald und dem Gladenbacher Bergland. Die Stadt setzt sich aus den Stadtteilen Werdorf, der Kernstadt, Berghausen, Oberlemp, Bermoll, Bechlingen und Klein-Altenstädten zusammen; Werdorf und die Kernstadt tragen zusammen gut die Hälfte der Fläche dieser Postleitzahl.
Werdorf erscheint 772 erstmals im Lorscher Codex und leitet seinen Namen vom altgermanischen Wero, also „Mann“, ab; im 8. und 9. Jahrhundert gehörte der Ort dem Kloster Lorsch, ehe 1255 die Vogtei im Streit um das Münzenberger Erbe an die Sponheimer Grafen und von dort an die Solms-Königsberger Grafen gelangte. Zwischen 1680 und 1700 ließen die Grafen von Solms-Greifenstein dort ihr Schloss als Witwen- und Sommersitz errichten, das heute ein Heimatmuseum beherbergt. Im gegenüberliegenden Berghausen belegt eine Urkunde von 1226 den Ort erstmals unter dem Namen Berchusen, doch schon zur Zeit Karls des Großen sollen dort die Klöster Lorsch, Altenburg und Fulda begütert gewesen sein.
Zwischen Oberlemp und Bechlingen liegt der 435 Meter hohe Adlerhorst, wo Steinhäufungen und Reste eines Ringwalls einer Kultstätte aus der Latènezeit zugeschrieben werden. Hügelgräber am Wehrberg bei Bermoll reichen noch weiter, bis in die Urnenfelderzeit, zurück. Klein-Altenstädten entstand dagegen erst deutlich später als Bergarbeiter- und Industriesiedlung. Im Gebiet der Postleitzahl leben 14.281 Menschen auf 43,3 km², das ergibt 330 je Quadratkilometer.
Aßlar ist heute Sitz des Vakuumtechnikherstellers Pfeiffer Vacuum und über die Autobahn 45 sowie den Bahnhof im Stadtteil Werdorf an der Dillstrecke angebunden; Nachbarn sind Wetzlar, Solms, Ehringshausen, Hohenahr und Mittenaar.